Freitag, 25. September 2009

PeruBlog am 18.9.2009


Peru – 5. Tag


Der Hotelboy erläutert uns, das sie in irgendeiner Weise mit einem Reisebüro verbandelt sind. 3 Minuten später steigt Sra. Manuela aus dem Auto und bietet uns eine 2-Tages-Tour nach Machu Picchu an. Der Preis ist nicht billig, aber Transfer vom Hotel, Zugfahrt, Eintritt zu den Ruinen, Führer etc. ist alles enthalten. Bingo! Die erste Reise ist gebucht. Es geht bereits um 6.30h los und am folgenden Tag in Aguas Calientes noch früher – Es wird immer nur eine bestimmte Besucherzahl in den Ruinen zugelassen und da sollte man früh dabei sein.


Aber wir wollen noch in den Urwald. Das ist schwieriger. Entweder die Touren starten erst in der Mitte der kommenden Woche oder sie dauern zu lange. Hätten wir das von zu Hause aus gebucht, wäre der Termindruck noch größer. Und wir wollen ja noch zum Titicacasee. Aber im dritten Reisebüro werden wir fündig: ab Montag 4 Tage für 345 $. Leider mit einer 9-stündigen Busfahrt in den Urwald und einer 11-stündigen Busfahrt zurück verbunden. Aber mehr sitzt ohne Vorbereitung nicht drin. Wir müssen eine Haftungsausschlußerklärung unterschreiben (eine DIN-A4-Seite). Na super!


Für den Nachmittag nehmen wir uns eine Kultstätte der Inkas in der unmittelbaren Umgebung von Cusco vor. Das Taxi bringt uns den Berg hoch, aber man kann das Ensemble von 5 Kultstätten nur im Paket buchen. Wir zahlen für zwei Personen 140 Soles (> 35€). Ein echter Schweinepreis. Außerdem wird das Wetter schlechter. Nach einer Weile wissen wir auch nicht mehr so recht weiter und ärgern uns, dass wir das teuer bezahlte Ticket nicht besser nutzen können. Während Heike sich noch ein wenig umschaut und fotografiert, warte ich auf dem Parkplatz auf sie. Ein Taxifahrer spricht mich an und offeriert, uns für einen guten Preis zu allen Kultstätten zu bringen. Der Eintritt ist eh bezahlt. Was aufhält, ist die Abwesenheit von Heike.


Die Zwischenzeit verbringen wir mit smalltalk. Ich erläutere, wo ich herkomme, und dass es der höchste Berg in Deutschland noch nicht einmal auf 2.000m bringt; wir befinden uns auf 3.650m. Interessanter wir das Gespräch, als die Taxifahrer sämtliche Peruaner aufzählen können, die in der Bundesliga ihr Geld verdienen. Da muss ich passen, außer Farfan auf Schalke fällt mit niemand ein. Nach einer Weile deutet der Taxista auf eine Silhouette in den Ruinen und kündigt Heike an. Als ich ihn frage, woher er meine Frau kennt, bricht allgemeine Heiterkeit aus – ich lache nicht.

Gegen 17.30h brechen wir die Besichtigungstour ab, es wird zu dunkel. Mit dem Hotel und der Parkgarage müssen wir noch unsere – jetzt geänderten – Reisepläne klären, dann machen wir uns auf zum Abendessen. Wir suchen ein vegetarisches Restaurant, finden aber nur eine kleine Kneipe, die ein vegetarisches Menü anbietet. Aus Solidarität schließe ich mich an. Und ich werde satt. Beim Cokatee aber streike ich. Nachdem wir festgestellt haben, dass das Zeug nach Bohnenwasser schmeckt, überlasse ich Heike meine Tasse und leere dafür die Bierflasche. Auf dem Nachhauseweg ersteht Heike noch eine Reisetasche mit Lamamotiv – für unsere Reise nach Machu Picchu, anschließend landen wir in eine Lounge und genehmigen uns zwei Pisco Sour Tradicional. Ein köstlicher Longdrink, der allein schon eine Reise nach Cusco wert ist.

Und jetzt ab in die Heia. Morgen früh um 5.30h klingelt der Wecker.

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